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Die Fotografie ist wahnsinnig vielfältig. Jeder Teil der Welt kann in Fotos eingefangen, jedes Gefühl kann in einem Foto verwirklicht werden. In diesem Beitrag möchte ich ein klein Wenig Ordnung in die verschiedenen Anwendungsbereiche der Fotografie bringen und die gängigsten Bereiche einmal vorstellen. Diese Liste ist natürlich nicht vollständig, denn es gibt so viele Arten zu fotografieren, wie es Fotografen gibt. Aber einen Anfang wollen wir trotzdem machen:

Portraits / Personenfotografie

Bei der Personenfotografie werden Menschen porträtiert. Für journalistische Berichterstattung ist es ein unverzichtbarer fotografischer Beitrag, da dem Namen in dem Bericht ein Aussehen gegeben wird, wie z.B. bei Interviews. In Politik, Wirtschaft und bei Promis ist es die wichtigste Fotografie-Art.

Die Wirkung der Person ändert sich mit der Auswahl der Perspektive und mit der Beleuchtung. Ein Bild von unten mit dramatischem Licht wirkt völlig anders als ein perfekt ausgeleuchtetes Portrait auf Augenhöhe. Schauen Sie sich einmal die Startseite Ihrer Lieblings-Onlinezeitung an, dann sehen Sie, wie unterschiedlich Menschen dargestellt werden können.

Foodfotografie

Foodfotografie zeigt das Stillleben eines zubereiteten Essens oder einfach von Nahrungsmitteln, aber appetitlich in Szene gesetzt. Logischerweise wird diese Art der Fotografie Speisekarten und Social Media Beiträge von Restaurants eingesetzt, für Food-Blogs oder Beiträge in Zeitschriften, in denen Rezepte vorgestellt werden.

Tierfotografie

Die Tierfotografie ist in Dokumentationen über die jeweiligen Tiere zu finden. Dabei werden die lebenden Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum fotografiert. Um nicht zu dicht an die teils schreckhaften oder gefährlichen Tiere herankommen zu müssen, nutzen die Tierfotografen gerne Teleobjektive, die weit Entferntes nah heranholen. Auch die Serienaufnahme ist hier beliebt, um schöne, lebendige Bilder zu bekommen, denn ein sich bewegendes Tier perfekt auf einem Foto zu erwischen, klappt oft nicht beim ersten Versuch. Für Nahaufnahmen von kleinen Tieren wie Insekten werden hingegen oft Makroobjektive eingesetzt, mit denen man bis auf wenige Zentimeter an die Insekten heran kommt.

Eventfotografie

Bei der Eventfotografie müssen Termine zum Fotografieren eingehalten werden. Fotografen müssen zu festen Zeitpunkten vor Ort sein und können dann oft nur spontane Fotos schießen. Hier ist es wichtig einfach drauf zu halten und so viele Bilder wie möglich zu machen, da keine Wiederholung möglich ist.
Die Eventfotografie umfasst u. a. Pressekonferenzen, Verleihungen, Feste, Messen, Konzerte oder Ähnliches. Der Unterschied bei den unterschiedlichen Veranstaltungen liegt in der Berichterstattung darin, dass bei Pressekonferenzen beispielsweise nur wenige Bilder später genutzt werden und der Textinhalt im Vordergrund steht, während bei Events, wie Konzerten oder Messen viele Bilder den Text ergänzen und Aufmerksamkeit wecken sollen. Außerdem suchen die einen Fotografen nach interessanten Bildern, die das gesagte unterstreichen (z. B. auf Pressekonferenzen), die anderen suchen nach emotionalen Momenten der Veranstaltung (z. B. auf Konzerten).

Landschaftsfotografie

Die Landschaftsfotografie ist im Allgemeinen auch für Amateure eine sehr beliebte Art zu fotografieren, mit dem Wunsch die Eindrücke bei Ausflügen in die Natur festzuhalten, ob als Panorama eine Berglandschaft oder im Detail eine wunderschöne Blume. Grade in Zeiten von Instagram und Co. werden immer mehr dieser Bilder auch online geteilt, statt nur am Ende des Urlaubs bei der Familie gezeigt zu werden.

Aber natürlich gibt es auch viele professionelle Landschaftsfotografen, die z. B. für Naturmagazine, Outdoor-Brands oder Stockfoto-Plattformen fotografieren.

Sportfotografie

In der Sportfotografie ist immer viel Bewegung im Spiel, was zu verwackelten Bildern führen kann.
Hier sind Serienbilder und hohe ISO-Werte ein Muss. Da die Verschlusszeit, dann aber oft sehr kurz ist, kommt vergleichsweise wenig Licht durch und die Bilder werden dunkel. Daher sollte man ein Objektiv nutzen, dass viel Licht einfangen kann. Auch Kameras mit schnellem Autofokus glänzen in diesem Tätigkeitsfeld, damit die schnellen Aufnahmen auch scharf gestellt sind.

Architekturfotografie

In der Architekturfotografie ist die Perspektive ein wichtiges Stilmittel. Ob Zentral-, Frosch-, Vogelperspektive oder Fluchtpunkte, es kommt immer auf die Wirkung des Bauwerks an. Da sich Gebäude nicht bewegen, kann hier oft mit Stativ und längeren Verschlusszeiten fotografiert werden, um z. B. auch in der Dämmerung noch gute Aufnahmen machen zu können.

Produktfotografie

Die Produktfotografie ist wichtig in der Werbung, um ein Produkt zu präsentieren. Inzwischen werden die Fotos aber auch immer wichtiger, um sie z. B. in Online Shops zu verwenden.

Hier wird vor allem auf die richtige Ausleuchtung des Produktes geachtet. Oft müssen bei der Produktfotografie die Produkte später freigestellt werden, um sie in andere Hintergründe einfügen zu können. Daher ist es wichtig, dies durch scharfe Kanten und eintönige Hintergründe zu vereinfachen.

Der Einsatz in der Werbung

In der Werbefotografie werden Bilder gemacht, um Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben. Dazu gehört also die Produktfotografie, aber auch Fotos von Menschen in verschiedenen Stimmungen, die meist Freude, Herzlichkeit und ähnliche positive Gefühle umfassen.

Im Prinzip kann fast jede Art der Fotografie in der Werbung vertreten sein, je nachdem, welches Produkt oder welche Dienstleistung angeboten wird.

Wenn zum Beispiel Unterwäsche beworben wird, kann auch die Aktfotografie eine Rolle spielen, bei Reiseagenturen ist die Landschafts- und Architekturfotografie wichtig und die Sportfotografie beim Bewerben von Sportschuhen. Alle Arten finden sich irgendwo in der Werbung wieder.

Dem entgegen steht der Fotojournalismus, der nur der Berichterstattung dient, wie z. B. Politik, Verbrechensberichte, Sport oder Kultur. Dabei können auch sämtliche Arten der Fotografie zum Einsatz kommen, wie z. B. Sportfotografie oder Personenfotografie. Meistens sind diese Bilder aber etwas weniger künstlerisch und dafür etwas „echter“. Es soll so wirken, als hätte der Leser genau dieses Bild gesehen, wenn er beispielsweise auch grade vor dem Bundestag gestanden hätte.