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Bei der Ideenfindung sollte alles erlaubt sein. Auch scheinbar unmögliche Dinge können einen Anreiz für eine machbare Idee geben.

Ein Teil der Nachahmung ist meistens dabei. Wir lassen uns auf unterschiedliche Weise immer im Alltag inspirieren und gucken auch in der Grundidee bei anderen ab, denn auch aus einer Grundidee kann etwas komplett Neues entstehen.

Brainstorming

Eine oft genutzte Technik, die sich vor allem auf offene Kreativität gründet, ist das Brainstorming. Dabei sitzen mehrere Personen zusammen und werfen alle möglichen und unmöglichen Ideenansätze zusammen. Alles wird protokolliert. In der Gruppe werden viel mehr verschiedenartige Blickrichtungen zusammenfließen. Je unterschiedlicher die Charaktere in der Gruppe sind, desto mehr unterschiedliche Ideen entstehen. Dabei ist es auch wichtig auf verschiedene Alter und Geschlechter zu achten oder Laien und Experten. Ein Moderator steht dabei neutral der Gruppe beiseite, um alles zu notieren. Dabei wird erst einmal nichts in Frage gestellt, kommentiert oder kritisiert, sondern alle Vorschläge gesammelt.
In einer zweiten Phase werden dann die Ideen sortiert und die ersten Ideen auch aussortiert.

Das Assoziieren von Begriffen, die einem zu einem bestimmten Thema einfallen, ist ebenfalls eine oft genutzte Technik. Sowohl Ähnlichkeiten, Gefühlsregungen, als auch positive oder negative Gedanken zu dem Begriff werden niedergeschrieben. Daraus können dann auch Assoziationsketten gemacht werden, beginnend bei dem Schlüsselbegriff. Im Beispiel geht es um die Werbung für eine Pizzeria:

Pizzeria – Italien – grün/weiß/rot – Basilikum/Zwiebel/Tomaten – Frische- …

Wer, wie, was?

Die W-Fragen sind in der Werbung ganz entscheidend: „Wer, was, warum, wie, wo, wann“. Wer würde mein Produkt kaufen? Was bieten wir an und warum? Die Beantwortung der Fragen klärt im Prinzip die Vermarktung, indem sie die Zielgruppe festlegt und auch andere entscheidende Punkte klärt.

Aus allen Perspektiven

Eine Art der Ideenfindung ist das Rollendenken.
Man betrachtet die Ideen mit unterschiedlichen Charakteren.

Als Träumer sind alle Ideen und Assoziationen erlaubt, egal ob sie umsetzbar sind oder nicht. Die Kreativität steht im Vordergrund.

Beim Kritiker werden alle Ideen von der negativen Seite betrachtet, um auch zu erkennen, ob die Ideen auch falsch aufgefasst werden könnten oder einen negativen Beigeschmack haben. Auch das Worst-Case-Szenario wird dabei durchgespielt.

Der Realist betrachtet alle Ideen und entscheidet, ob diese auch wirklich umsetzbar sind. Dabei spielt der Kostenfaktor, Aufwand und Zeit eine Rolle.

Visuelle Zusammenfassung

Bei einem Mindmap arbeitet man oft mit einem Flipchart, einer Tafel oder ähnlichem. Man sitzt in einer Gruppe zusammen und der Schlüsselbegriff wird in die Mitte geschrieben. Dann werden alle Begriffe und Assoziationen, die einem dazu einfallen, um diesen zentralen Begriff notiert.

Bei der Pinnwandmethode werden Karten mit den Assoziationen, Begriffen oder anfallenden Fragen an die Pinnwand geheftet. Der Vorteil daran ist, dass man immer wieder anpinnen oder abnehmen kann, um zu sortieren oder bei Ähnlichkeiten zu bündeln.

Wie kommt man auf Ideen?

Kreativ sein kann man zu jeder Zeit an jedem Ort. Möglicherweise bekommt man beim Spaziergang durch die Stadt oder die Natur einen Geistesblitz oder man setzt sich in eine belebte Gegend, wie eine Einkaufsstraße und beobachtet die Menschen. Wann ist wer hektisch oder gelassen und wie wirkt es sich auf das Kaufverhalten aus?

Man sollte sich ab und zu etwas Zeit nehmen, sich irgendwo gemütlich hinsetzen, wo man sich wohl fühlt, es still ist und die Augen schließen. In einer entspannten Haltung kann man viele Szenarien auch in Gedanken durchspielen und Bilder im Kopf entstehen lassen.

Manche haben kreative Ergüsse in Stresshaltungen. Doch für die meisten ist es eher hemmend, wenn der Druck sie zwingt, wenn das „Ich muss jetzt…“ ständig das kreative Denken blockiert.

Oft ist es auch hilfreich, sich einfach erst mal zu informieren bezüglich der Themen, für die Ideen gesucht werden. Dabei können Bücher oder das Internet zu Rate gezogen werden. Manchmal entsteht aus dem Informationsfluss heraus schon eine erste Idee.

Weitere Techniken

Bei der 6-3-5-Methode sitzen 6 Teilnehmer zusammen und haben 3-5 Minuten Zeit in 3 Spalten jeweils eine Idee niederzuschreiben. Dann wird das Blatt weiter gereicht und der nächste ergänzt die Idee in der nächsten Zeile der 3 Spalten oder entwickelt sie weiter. So können bis zu 108 Ideen zusammenfließen. Die 6-3-5 bilden sich also aus 6 Teilnehmern mit 3 ersten Ideen, die 5 mal weiterentwickelt werden.

Bei der ABC-Technik schreibt man mit Blick auf das Schlüsselwort eine Assoziation mit dem jeweiligen Anfangsbuchstaben in alphabetischer Reihenfolge auf. Dabei können auch mehrere Begriffe zum jeweiligen Buchstaben zusammengetragen werden.

Man kann auch einfach kreativ schreiben oder malen, indem man einfach alles aufschreibt bzw. malt was einem direkt in den Sinn kommt. Dabei sollte man relativ ungezwungen sein, möglicherweise bei einem Café in einem Bistro oder in einem Park.

Es gibt noch Unmengen an Kreativitätstechniken, die hier nicht aufgeführt sind und alle haben ihre Vor- und Nachteile. Man muss einfach mal ausprobieren und selber erkennen, welche man am besten findet oder welche eventuell auch am besten geeignet sind für den jeweiligen Zweck.